Wie viel Strom braucht ein E-Bike?
E-Bike-Akkus speichern meist 400 bis 750 Wh. Beim Laden entstehen im Ladegerät und im Akku Verluste, eine volle Ladung zieht deshalb etwas mehr aus der Steckdose, als der Akku speichert. Ein 500-Wh-Akku braucht rund 0,6 kWh, das kostet bei 0,32 € pro kWh etwa 19 Cent. Wer zweimal pro Woche voll lädt, kommt auf rund 63 kWh oder 20 € im Jahr. Alle Werte in der Vergleichstabelle enthalten die Ladeverluste.
Kosten pro 100 Kilometer
Wie weit du mit einer Ladung kommst, hängt von Unterstützungsstufe, Gelände, Gewicht, Reifendruck, Wind und Temperatur ab. Mit einem 500-Wh-Akku sind 50 bis 100 km realistisch. Ab Steckdose braucht ein E-Bike damit etwa 0,6 bis 1,2 kWh pro 100 km. Pro 1.000 km sind das 6 bis 12 kWh oder rund 2 bis 4 €.
| Fahrzeug | Energie pro 100 km | Kosten pro 100 km |
|---|---|---|
| E-Bike | 0,6 bis 1,2 kWh | 0,19 bis 0,38 € |
| E-Auto, zu Hause geladen | 18 kWh | 5,76 € |
| Benziner | 7 l Super E10 | 15,05 € |
Gerechnet ist mit 0,32 € pro kWh und 2,15 € pro Liter Super E10 (Stand Oktober 2026). Mehr zum Laden von Elektroautos findest du im Rechner für E-Auto-Ladekosten.
Was die Reichweite beeinflusst
Den größten Einfluss hat die Unterstützungsstufe: Im stärksten Modus leert sich der Akku oft doppelt so schnell wie im sparsamsten. Steigungen, Gegenwind, Gepäck und ein Anhänger erhöhen den Verbrauch ebenfalls. Bei Kälte sinkt die nutzbare Kapazität des Akkus, im Winter ist die Reichweite deshalb kürzer. Mit dem richtigen Reifendruck, einer höheren Trittfrequenz und rechtzeitigem Schalten in einen leichteren Gang holst du mehr aus jeder Ladung heraus.
Der Akku kostet mehr als der Strom
Die Stromkosten sind beim E-Bike gering, der Verschleiß des Akkus ist der größere Posten. Ein Beispiel: Kostet ein Ersatzakku 600 € und hält er 800 volle Ladungen, entfallen auf jede Ladung rund 75 Cent Akkuverschleiß. Das ist fast viermal so viel wie der Strom. Es lohnt sich deshalb, den Akku zu schonen: Lade ihn bei Zimmertemperatur, lass ihn nicht wochenlang leer stehen und lagere ihn im Winter mit etwa 30 bis 60 Prozent Ladung. Lädst du tagsüber mit Solarstrom vom eigenen Dach oder vom Balkonkraftwerk, sinken die ohnehin niedrigen Stromkosten weiter.