Wie viel Autarkie bringt ein Speicher, und welche Größe rechnet sich? Der Rechner vergleicht sechs Speichergrößen für deine Solaranlage und deinen Verbrauch.
Wer tagsüber zu Hause ist, nutzt mehr Solarstrom direkt.
Speicher
kWh
Faustregel: etwa 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Größer lohnt sich selten, wie der Vergleich der Speichergrößen zeigt.
Kosten und Vergütung
€/kWh
Für Anlagen, die bis zum 31.12.2026 in Betrieb gehen, gilt die Vergütung 20 Jahre lang. Laut Regierungsentwurf zum EEG 2027 (Stand 15.10.2026, noch nicht beschlossen) erhalten neue Anlagen unter 25 kW danach nur noch drei Jahre lang 5,2 ct, bei dauerhaft 50 % Einspeisegrenze.
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Durchschnitt laut Angebotsauswertung
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Durchschnitt laut Angebotsauswertung
1.210 € Ersparnis/Jahr81 % Autarkie, amortisiert nach 12,7 JahrenZum Ergebnis
Stündliche Simulation über ein typisches Wetterjahr. Ergebnisse sind Schätzwerte, die echte Anlage kann um rund 10 % abweichen.
Das Wichtigste in Kürze
Stromspeicher kosten beim Einbau zusammen mit einer Solaranlage laut Verbraucherzentrale (2026) rund 360 bis 510 € pro kWh nutzbarer Kapazität.
Als Faustregel für die Speichergröße gilt rund 1 kWh nutzbare Kapazität pro 1.000 kWh Jahresverbrauch.
Laut HTW Berlin steigt die Autarkie eines Haushalts mit 4.000 kWh und 5 kWp von 32 % ohne Speicher auf 63 % mit 5 kWh und 71 % mit 10 kWh Speicher; jede weitere kWh bringt also weniger.
Jede gespeicherte kWh spart den Arbeitspreis von rund 32 Cent, kostet aber die entgangene Einspeisevergütung von 7,70 Cent.
Speichergrößen im Beispiel
8 kWp Süddach in Kassel, 4.000 kWh Verbrauch, 0,32 € pro kWh. Am meisten Gewinn über 25 Jahre bringt hier ein Speicher mit 8 kWh.
Speicher
Autarkie
Ersparnis 1. Jahr
Amortisation
Gewinn 25 J.
ohne
38 %
866 €
15,6 Jahre
8.110 €
3 kWh
63 %
1.066 €
12,8 Jahre
12.621 €
5 kWh
74 %
1.159 €
12,6 Jahre
14.195 €
8 kWh
81 %
1.210 €
12,7 Jahre
14.388 €
10 kWh
83 %
1.222 €
12,9 Jahre
14.116 €
15 kWh
85 %
1.230 €
13,8 Jahre
12.250 €
Warum große Speicher sich selten lohnen
Ein Speicher kann nur Strom verschieben, der tagsüber übrig ist. Im Sommer reicht oft schon ein kleiner Speicher, um die Nacht zu überbrücken. Im Winter erzeugt die Anlage kaum Überschuss, ein großer Speicher bleibt dann leer. Jede zusätzliche kWh Kapazität wird deshalb seltener voll genutzt. Mehr dazu im Ratgeber Lohnt sich ein Stromspeicher?
Häufige Fragen
Wie groß sollte ein Stromspeicher sein?
Als Faustregel gilt rund 1 kWh nutzbare Kapazität pro 1.000 kWh Jahresverbrauch, für einen Vier-Personen-Haushalt also 4 bis 6 kWh. Mit E-Auto oder Wärmepumpe darf es mehr sein. Größere Speicher erhöhen die Autarkie nur noch wenig, weil sie im Winter nicht voll werden.
Lohnt sich ein Stromspeicher finanziell?
Das hängt vor allem vom Preis pro kWh Speicherkapazität und vom Strompreis ab. Jede kWh, die der Speicher abends liefert, spart den Arbeitspreis, kostet aber die entgangene Einspeisevergütung. Mit gesunkenen Preisen von rund 360 bis 510 € pro kWh rechnen sich passend dimensionierte Speicher heute häufiger als früher.
Wie lange hält ein Stromspeicher?
Moderne Lithium-Eisenphosphat-Speicher (LFP) sind meist für 6.000 Zyklen und mehr ausgelegt, Hersteller geben oft 10 Jahre Garantie. Bei rund 250 Vollzyklen im Jahr sind 15 Jahre realistisch. Der Rechner kalkuliert deshalb nach 15 Jahren einen Ersatz zu 60 % des heutigen Preises ein.