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Methodik und Quellen

Hier steht, wie die Rechner zu ihren Ergebnissen kommen, woher die Standardwerte stammen und wo die Grenzen liegen. Stand der Daten: Oktober 2026.

Aktualisiert am

Grundsätze

  • Alle Berechnungen laufen in deinem Browser. Eingaben werden nicht an einen Server übertragen, außer du teilst einen Link.
  • Jeder Standardwert lässt sich ändern. Die Standardwerte sind Durchschnitte und ersetzen keine eigenen Zahlen von Rechnung und Typenschild.
  • Ergebnisse sind Schätzungen. Wir runden erst bei der Anzeige.

Stromkosten eines Geräts

kWh pro Tag = Leistung (W) × Stunden × Auslastung ÷ 1.000
Woche = Tag × Betriebstage
Jahr = Woche × 365 ÷ 7 × Betriebsmonate ÷ 12
Monat = Jahr ÷ 12

Standby zählt im erweiterten Modus für alle Stunden, in denen das Gerät nicht läuft, auch an Nicht-Betriebstagen. Kosten sind Verbrauch mal Arbeitspreis. Für einzelne Geräte verwenden wir den Arbeitspreis ohne Grundpreis, weil der Grundpreis unabhängig vom Gerät anfällt. Der Standardwert 0,32 € pro kWh ist ein typischer Arbeitspreis 2026. Der BDEW-Durchschnitt inklusive Grundpreisanteil liegt bei 0,37 €.

CO₂-Faktoren

Strom rechnen wir mit dem deutschen Strommix 2025 von 344 g CO₂ pro kWh (Schätzung des Umweltbundesamts, direkte Emissionen). Mit Vorketten wären es 406 g. Für Brennstoffe nutzen wir ebenfalls direkte Emissionen: Erdgas 201 g, Heizöl 266 g pro kWh, Benzin 2,37 kg und Diesel 2,65 kg pro Liter. So bleiben Strom und Brennstoffe vergleichbar.

Saisonale Hochrechnung

Haushalte verbrauchen im Winter mehr Strom als im Sommer. Abschlagsrechner und Simulation verteilen den Jahresverbrauch deshalb nach einem an das BDEW-Standardlastprofil H0 angelehnten Monatsverlauf: von 7,1 % im Juni bis 10,1 % im Dezember.

Photovoltaik, Speicher und Balkonkraftwerk

Wetterdaten

Für jede der 96 Postleitzahl-Leitregionen nutzen wir ein typisches meteorologisches Jahr (TMY) aus PVGIS 5.3 der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU, basierend auf Satellitendaten (SARAH3) und ERA5 der Jahre 2005 bis 2023. Gespeichert sind stündlich Direktnormalstrahlung, Diffusstrahlung und Lufttemperatur. Weil ein TMY aus typischen Monaten verschiedener Jahre besteht, skalieren wir die Strahlung auf das PVGIS-Langzeitmittel der Region.

Ertragsmodell

Für jede der 8.760 Stunden berechnen wir den Sonnenstand, die Einstrahlung auf die geneigte Modulfläche (Hay-Davies-Modell mit Einfallswinkel-Korrektur und Bodenreflexion), die Modultemperatur und daraus die Leistung. Davon gehen Systemverluste (Standard 14 %) ab. Der Wechselrichter begrenzt die Leistung, beim Balkonkraftwerk auf 800 W.

Verbrauch und Eigenverbrauch

Der Haushaltsverbrauch folgt typischen Tagesgängen für Werktage, Samstage und Sonntage im Winter und Sommer, mit festem Zufallsrauschen. Innerhalb einer Stunde schwankt der Verbrauch eines Haushalts stark, etwa wenn Wasserkocher oder Herd kurz laufen. Diese Schwankung bilden wir statistisch ab (lognormal verteilte Minutenlast), sonst würde der direkte Eigenverbrauch überschätzt. Wärmepumpen verteilen ihren Strombedarf nach den stündlichen Temperaturen, E-Autos laden je nach Strategie abends, tagsüber oder mit Solarüberschuss.

Speicher

Der Speicher lädt mit Überschuss und entlädt bei Bedarf, mit 88 % Wirkungsgrad, halber Kapazität als Leistung und 25 W Eigenverbrauch des Systems.

Kalibrierung

  • Ertrag: Über alle 96 Regionen weicht der simulierte Jahresertrag einer Süd-Anlage mit 35° im Mittel um 0,8 % von PVGIS ab, einzelne Regionen um höchstens 4 %.
  • Ausrichtung: Die Faktoren für Ost, West, flach und senkrecht stimmen auf wenige Prozentpunkte mit PVGIS überein.
  • Eigenverbrauch und Autarkie: Gegenüber den Referenzwerten der HTW Berlin (Unabhängigkeitsrechner) liegt die mittlere Abweichung bei rund 2,5 Prozentpunkten.

Diese Prüfungen laufen als automatische Tests bei jeder Änderung.

Wirtschaftlichkeit

Ersparnis pro Jahr = vermiedener Netzbezug × Strompreis + Einspeisung × Vergütung − Betriebskosten. Strompreise steigen mit der eingestellten Rate, die Anlage verliert 0,5 % Leistung pro Jahr. Nach 15 Jahren rechnen wir einen Wechselrichtertausch ein, bei Speichern einen Ersatz zu 60 % des heutigen Preises. Daraus folgen Amortisationszeit, interner Zinsfuß (Rendite) und Stromgestehungskosten (mit Kalkulationszins).

Grenzen

  • Echte Anlagen weichen je nach Wetterjahr, Verschattung und Verbrauchsverhalten um etwa 10 % ab.
  • Lastprofile sind Durchschnittsprofile. Wer viel tagsüber zu Hause ist oder Geräte gezielt einschaltet, erreicht mehr Eigenverbrauch.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen ändern sich. Der Entwurf zum EEG 2027 und angekündigte Änderungen der KfW-Förderung sind als solche markiert.

Quellen

QuelleVerwendet fürStand
BDEW-Strompreisanalyse August 2026Ø Haushaltsstrompreis 37,0 ct/kWh und Preisbestandteile08/2026
Verivox StrompreisindexNeukundenpreise und Grundversorgung15.10.2026
Verivox: Wärmepumpenstrom-Preisentwicklung07/2026
Verbraucherzentrale NRW: Marktcheck Wärmepumpenstromtarife§ 14a Modul 1 und 2, Ø Tarife02/2026
Bundesnetzagentur: EEG-FördersätzeEinspeisevergütung für Inbetriebnahme bis 31.12.202608/2026
BMWE: FAQ zum Solarspitzengesetz60-%-Einspeisebegrenzung ohne Smart Meter2026
Umweltbundesamt: CO₂-Emissionen pro Kilowattstunde Strom 2025Strommix 344 g CO₂/kWh03/2026
BAFA: Infoblatt CO₂-FaktorenErdgas, Heizöl, Pellets06/2026
BDEW-Gaspreisanalyse08/2026
esyoil Heizölpreise15.10.2026
DEPI Pelletpreise09/2026
DEHSt: nationaler Emissionshandel (BEHG)CO₂-Preis 65 €/t07/2026
ADAC Kraftstoffpreiseinkl. Tankrabatt bis 31.12.202614.10.2026
ladestatistik.de: Ladepreise15.10.2026
ADAC: Stromverbrauch von Elektroautos im Test07/2026
Stromspiegel für Deutschland 2025Verbrauchsklassen nach Haushaltsgröße05/2025
Verbraucherzentrale: Was kostet eine Photovoltaikanlage?Preise je kWp und kWh Speicher08/2026
PVGIS 5.3 (Gemeinsame Forschungsstelle der EU)Stündliche Wetterdaten (TMY, SARAH3/ERA5 2005–2023)2026
HTW Berlin: UnabhängigkeitsrechnerReferenzwerte zur Kalibrierung2026
VDE FNN: Steckerfertige PV800 VA, 2.000 Wp, Schuko bis 960 Wp03/2026
ADAC: Balkonkraftwerk08/2026
Fraunhofer ISE: Wärmepumpen im Bestand (Feldtest)JAZ Luft/Wasser 3,4, Sole 4,311/2025
KfW 458: Heizungsförderung (Merkblatt 09/2026)24.09.2026
Bundesnetzagentur: Steuerbare Verbrauchseinrichtungen (§ 14a EnWG)2026
Rabot Energy: Strompreise in DeutschlandArbeits- und Grundpreise (Auswertung sechs Großstädte)07/2026
Wissenschaftliche Dienste des Bundestags: CO₂-Emissionen bei der Verbrennung von Kraftstoffen (WD 8-056/19)Benzin 2,37 kg und Diesel 2,65 kg CO₂ pro Liter2019
BDEW: Standardlastprofile StromJahresverlauf des Haushaltsverbrauchs (H0)2025
Energy-Charts (Fraunhofer ISE), Day-Ahead-PreiseDaten: Bundesnetzagentur | SMARD.de, CC BY 4.0live
SMARD.de (Bundesnetzagentur), GroßhandelspreiseCC BY 4.0live

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stromkosten.online: Methodik und Quellen. Stand Oktober 2026. https://stromkosten.online/methodik/ (abgerufen am 15.10.2026)

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