Wie viel Strom verbraucht ein Durchlauferhitzer?
Ein Durchlauferhitzer erwärmt das Wasser erst in dem Moment, in dem du es zapfst. Dafür braucht er sehr viel Leistung, meist 18 bis 27 kW. Für den Verbrauch zählt aber nicht die Leistung, sondern die Menge an warmem Wasser. Eine Dusche von fünf Minuten mit 9 Litern pro Minute braucht rund 1,5 kWh, wenn das Wasser von 10 auf 38 °C erwärmt wird. Bei 0,32 € pro kWh kostet sie etwa 48 Cent. Duschen drei Personen täglich, kommen rund 1.640 kWh oder 525 € im Jahr zusammen.
Laut Stromspiegel 2025 braucht ein Drei-Personen-Haushalt in einer Wohnung mit elektrischer Warmwasserbereitung im Durchschnitt 3.500 kWh im Jahr, ohne sind es 2.400 kWh. Wo dein Haushalt steht, zeigt der Verbrauchs-Check.
Was 18, 21, 24 oder 27 kW bedeuten
Je höher die Leistung, desto mehr warmes Wasser liefert das Gerät pro Minute. Pro Liter braucht ein Gerät mit 27 kW nicht mehr Strom als eines mit 18 kW.
| Leistung | Warmwasser mit 38 °C pro Minute |
|---|---|
| 18 kW | rund 9 Liter |
| 21 kW | rund 11 Liter |
| 24 kW | gut 12 Liter |
| 27 kW | knapp 14 Liter |
Die Werte gelten für 10 °C kaltes Leitungswasser. Im Sommer, wenn das Wasser wärmer ankommt, ist etwas mehr möglich. Welche Leistung bei dir möglich ist, hängt vom Hausanschluss und der Absicherung ab.
Elektronisch oder hydraulisch
Ältere hydraulische Geräte schalten die Heizleistung in ein oder zwei festen Stufen zu, sobald genug Wasser fließt. Die Temperatur schwankt mit der Durchflussmenge, und du mischst kaltes Wasser bei, bis es passt. Elektronische Geräte messen Durchfluss und Temperatur und regeln die Leistung stufenlos auf die eingestellte Temperatur. Laut Verbraucherzentrale spart das im Alltag bis zu 30 Prozent Strom. Mit Sparduschköpfen funktionieren elektronische Geräte gut, hydraulische oft nicht.
Bei 1.640 kWh im Jahr wären 20 Prozent Ersparnis rund 330 kWh oder gut 100 €. Kostet ein neues elektronisches Gerät mit Einbau etwa 700 €, hat es sich nach knapp sieben Jahren bezahlt gemacht. Deine Werte rechnest du im Gerätetausch-Rechner durch.
Durchlauferhitzer oder Boiler
Ein Durchlauferhitzer hat keine Wärmeverluste durch Speicherung, er heizt nur, solange Wasser fließt. Ein Elektroboiler hält dagegen ständig warmes Wasser vor und verliert dabei Wärme. Für einzelne Zapfstellen mit wenig Bedarf, etwa ein Handwaschbecken, ist ein Klein-Durchlauferhitzer oft die sparsamere Wahl. Mit Solarstrom lässt sich ein großer Durchlauferhitzer dagegen kaum betreiben. Eine typische Dachanlage liefert selbst mittags nur einen Bruchteil seiner Leistung.