Wie viel Strom verbraucht ein Gefrierschrank?
Ein Gefriergerät hält rund um die Uhr −18 °C und arbeitet damit gegen einen viel größeren Temperaturunterschied als ein Kühlschrank. Ein neuer Gefrierschrank mit rund 200 Litern braucht laut Energielabel meist 150 bis 240 kWh im Jahr. Bei 0,32 € pro kWh sind das 48 bis 77 € oder 13 bis 21 Cent am Tag. Geräte, die älter als 15 Jahre sind, kommen oft auf 400 kWh und mehr.
Der Kompressor zieht im Betrieb meist 80 bis 150 Watt, läuft aber nur einige Stunden am Tag. Wie lange, hängt von der Raumtemperatur, der Füllung und davon ab, wie oft du die Tür öffnest. Am genauesten rechnest du mit dem Jahresverbrauch vom Energielabel: Im erweiterten Modus trägst du ihn unter „Jahresverbrauch“ direkt ein.
Truhe, Schrank oder NoFrost?
Gefriertruhen brauchen bei gleichem Volumen meist weniger Strom als Gefrierschränke. Kalte Luft ist schwerer als warme. Öffnest du eine Truhe, bleibt sie größtenteils drin, aus einem Schrank fällt sie dagegen nach unten heraus. Dafür findest du im Schrank schneller, was du suchst, und die Tür ist kürzer offen.
NoFrost-Geräte haben einen Lüfter und tauen den Verdampfer automatisch ab. Laut Label brauchen sie dadurch meist etwas mehr Strom als vergleichbare statische Geräte. Im Alltag schrumpft dieser Unterschied, sobald ein statisches Gerät vereist: Eis an den Innenwänden wirkt wie eine Dämmschicht, und der Kompressor muss länger laufen. Wer ungern abtaut, ist mit NoFrost deshalb gut bedient.
Der Aufstellort zählt mit
Je kühler der Raum, desto seltener springt der Kompressor an. Ein Gefrierschrank im kühlen Keller braucht deshalb weniger Strom als einer neben Herd oder Heizung. Wie kalt es sein darf, verrät die Klimaklasse auf dem Typenschild: SN steht für Räume ab 10 °C, N, ST und T erst ab 16 °C. In einer Garage, die im Winter friert und im Sommer heiß wird, arbeiten viele Geräte außerhalb dieses Bereichs. Einige Modelle sind ausdrücklich für niedrige Umgebungstemperaturen gebaut, das steht dann im Datenblatt. Lass außerdem hinter und über dem Gerät Luft, damit die Wärme abziehen kann.
Altgerät tauschen oder Zweitgerät abschaffen
Weil ein Gefriergerät ununterbrochen arbeitet, rechnet sich ein Austausch eher als bei Geräten, die nur ab und zu laufen. Die Rechnung ist einfach: eingesparte kWh mal Strompreis ergibt die jährliche Ersparnis, Kaufpreis geteilt durch Ersparnis die Amortisationszeit. Noch mehr bringt es oft, auf ein Gerät ganz zu verzichten. Ein halb leerer Zweitgefrierschrank im Keller kostet je nach Alter 50 bis 130 € im Jahr. Passt sein Inhalt in ein einziges Gerät, fällt dieser Betrag komplett weg. Was dein ganzer Haushalt verbraucht, siehst du im Haushaltsrechner.