Wie viel Strom verbraucht ein Kühlschrank?
Der Kühlschrank läuft rund um die Uhr und gehört deshalb zu den größten Dauerverbrauchern im Haushalt. Wie viel er tatsächlich braucht, hängt vor allem von drei Dingen ab: Effizienzklasse, Größe und Alter. Ein 300-Liter-Gerät der neuen Effizienzklasse A kommt mit rund 70 kWh im Jahr aus. Ein gleich großes Gerät aus den 2000er-Jahren braucht häufig 300 kWh und mehr.
Warum der Kühlschrank nicht ständig 100 Watt zieht
Auf dem Typenschild steht die Leistung des Kompressors, meist zwischen 70 und 150 Watt. Der Kompressor arbeitet aber nur, bis die eingestellte Temperatur erreicht ist, und schaltet dann ab. Über den Tag läuft er typischerweise drei bis acht Stunden. Wer 100 Watt mit 24 Stunden multipliziert, überschätzt den Verbrauch also um ein Vielfaches. Genauer wird es, wenn du den Jahresverbrauch vom Energielabel nimmst: Im erweiterten Modus kannst du ihn direkt eintragen.
Alt gegen neu: Wann lohnt sich der Austausch?
Ein Austausch lohnt sich finanziell vor allem bei alten, großen Geräten. Die Rechnung ist einfach: eingesparte kWh pro Jahr mal Strompreis ergibt die jährliche Ersparnis. Teilt man den Kaufpreis durch diese Ersparnis, erhält man die Amortisationszeit. Liegt sie deutlich unter der Lebensdauer eines Kühlschranks von 10 bis 15 Jahren, rechnet sich der Tausch. Ein funktionierendes Gerät, das erst wenige Jahre alt ist, tauscht man dagegen besser nicht aus: Die Herstellung eines neuen Geräts verursacht ebenfalls CO₂.
Das EU-Energielabel richtig lesen
Seit März 2021 gilt für Kühl- und Gefriergeräte die neue Skala von A bis G ohne Plus-Klassen. Ein früheres A+++-Gerät findet sich heute meist in Klasse D oder E wieder. Entscheidend ist ohnehin die Zahl auf dem Label: Sie gibt den Jahresverbrauch in kWh an und lässt sich direkt mit dem Strompreis multiplizieren.