Wie viel Strom verbraucht ein Heizlüfter?
Die meisten Heizlüfter haben zwei Stufen, etwa 1.000 und 2.000 Watt. Auf voller Stufe braucht das Gerät 2 kWh pro Stunde. Bei 0,32 € pro kWh kostet eine Stunde also 64 Cent. Das summiert sich schnell: Drei Stunden reine Heizzeit am Tag ergeben in vier Wintermonaten rund 730 kWh oder etwa 234 €.
Auch Keramik-Heizlüfter oder Modelle mit Sparmodus arbeiten nicht effizienter. Jedes elektrische Heizgerät macht aus einer kWh Strom eine kWh Wärme. Sparen lässt sich nur über weniger Heizzeit oder eine niedrigere Temperatur.
Thermostat und Takten: Warum die Laufzeit zählt
Ein Heizlüfter mit Thermostat heizt nicht ununterbrochen. Ist die eingestellte Temperatur erreicht, schaltet das Heizelement ab und springt erst wieder an, wenn der Raum abkühlt. Wie oft das passiert, hängt von Raumgröße, Dämmung und Außentemperatur ab. In einem kleinen, gut gedämmten Bad heizt das Gerät nach dem Aufwärmen oft nur einen Bruchteil der Zeit, in einem kalten Gartenhaus fast durchgehend.
Für den Rechner zählt deshalb die Zeit, in der das Heizelement tatsächlich heizt, nicht die Zeit, in der das Gerät eingeschaltet ist. Am genauesten misst du mit einem Energiekosten-Messgerät zwischen Steckdose und Heizlüfter. Weil das Gerät nur im Winter läuft, stellst du im erweiterten Modus die Betriebsmonate ein.
Heizlüfter, Gas oder Wärmepumpe im Vergleich
Entscheidend ist, was eine kWh Wärme kostet. Beim Heizlüfter entspricht sie einer kWh Strom. Eine Gasheizung braucht für eine kWh Wärme etwa 1,1 kWh Gas, eine Wärmepumpe nur rund 0,3 kWh Strom.
| Heizung | Annahme | Kosten pro kWh Wärme |
|---|---|---|
| Heizlüfter, Ölradiator, Infrarotheizung | 0,32 € pro kWh Strom | rund 32 Cent |
| Gasheizung | 0,12 € pro kWh Gas, 90 Prozent Wirkungsgrad | rund 13 Cent |
| Wärmepumpe | 0,32 € pro kWh Strom, Jahresarbeitszahl 3,4 | rund 9 Cent |
Wärme aus dem Heizlüfter kostet also fast zweieinhalbmal so viel wie aus der Gasheizung und mehr als dreimal so viel wie aus einer Wärmepumpe. Die Zentralheizung herunterzudrehen und einzelne Räume elektrisch zu heizen, spart deshalb kein Geld. Was eine Wärmepumpe in deinem Haus kosten würde, zeigt der Wärmepumpen-Rechner.
Wann ein Heizlüfter sinnvoll ist
Für kurze Einsätze ist der Heizlüfter praktisch. Er wärmt schnell, kostet wenig in der Anschaffung und braucht keine Installation. 15 Minuten im Bad am Morgen kosten rund 16 Cent. Auch für ein selten genutztes Gästezimmer oder an kühlen Herbsttagen, bevor die Heizung läuft, ist er eine Lösung. Als Dauerheizung für ein ganzes Zimmer ist er dagegen die teuerste Wahl. Ein Ölradiator heizt gleichmäßiger und leiser, kostet pro kWh Wärme aber genauso viel.