Wie viel Strom verbraucht ein Luftentfeuchter?
Die meisten Raumentfeuchter arbeiten mit einem Kompressor und brauchen 200 bis 400 Watt. Ein Gerät mit 250 Watt, das acht Stunden am Tag läuft, verbraucht 2 kWh. Bei 0,32 € pro kWh sind das 64 Cent pro Tag. Läuft es ein halbes Jahr, etwa im feuchten Keller von Frühjahr bis Herbst, kommen rund 365 kWh oder knapp 117 € zusammen. Den Zeitraum stellst du im erweiterten Modus über die Betriebsmonate ein.
Kompressor, Adsorption oder Minigerät
| Bauart | Typische Leistung | Geeignet für |
|---|---|---|
| Kompressor | 200 bis 400 W | Wohnräume, Bad, warmer Keller |
| Adsorption | 300 bis 650 W | kalter Keller, Garage, unbeheizte Räume |
| Peltier-Minigerät | 20 bis 70 W | Schrank, sehr kleine Räume |
| Bautrockner | 500 bis 1.000 W | Neubau, Wasserschaden |
Kompressorgeräte arbeiten wie ein Kühlschrank: Feuchte Luft strömt über einen kalten Verdampfer, und das Wasser kondensiert. Bei Raumtemperatur ist das die sparsamste Methode. In kühlen Räumen sinkt die Leistung deutlich, weil die Luft weniger Wasser enthält und der Verdampfer vereisen kann. Adsorptionsgeräte binden das Wasser an ein Trockenmittel, das elektrisch beheizt wird. Sie brauchen mehr Strom, arbeiten aber auch bei wenigen Grad über null. Peltier-Minigeräte sind sparsam, entfeuchten aber nur wenige hundert Milliliter am Tag.
Was die Literangabe wirklich bedeutet
Hersteller geben die Entfeuchtungsleistung meist bei 30 °C und 80 Prozent Luftfeuchte an. Solche Bedingungen gibt es in einer Wohnung selten. In einem Keller mit 15 °C schafft dasselbe Gerät oft nur die Hälfte oder weniger. Für die Kosten zählt, wie viel Wasser ein Gerät pro kWh aus der Luft holt. Nennt das Datenblatt diesen Wert oder die Leistung bei niedrigeren Temperaturen, ist das der bessere Vergleichsmaßstab.
Hygrostat statt Dauerbetrieb
Mit eingebautem Hygrostat misst das Gerät die Luftfeuchte und schaltet den Kompressor ab, sobald der Zielwert erreicht ist. In Wohnräumen sind 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte üblich, im Keller reichen meist 50 bis 60 Prozent. Läuft ein Gerät mit 250 Watt ohne Hygrostat rund um die Uhr, braucht es 6 kWh am Tag statt 2 kWh bei acht Stunden.
Ein Luftentfeuchter bekämpft außerdem nur das Symptom. Kommt die Feuchte durch undichte Wände, aufsteigende Nässe oder zu wenig Lüften, hilft auf Dauer nur, die Ursache zu beheben.