Wie viel Strom verbraucht eine Klimaanlage?
Ein mobiles Klimagerät mit 2 bis 3,5 kW Kühlleistung, im Handel oft als 7.000 bis 12.000 BTU angegeben, zieht im Betrieb etwa 800 bis 1.200 Watt. Eine Stunde kostet damit rund 32 Cent bei 0,32 € pro kWh. Läuft das Gerät den ganzen Sommer täglich sechs Stunden, kommen rund 550 kWh zusammen, also etwa 175 €. Eine Split-Klimaanlage für einen Raum braucht bei gleicher Nutzung eher 300 bis 350 kWh. Weil nur im Sommer gekühlt wird, stellst du im erweiterten Modus die Betriebsmonate ein, zum Beispiel drei.
Mobil oder Split: Warum der Unterschied so groß ist
Beim mobilen Monoblockgerät steckt die ganze Technik im Raum. Der Kompressor erzeugt Abwärme, die das Gerät über den Abluftschlauch nach draußen bläst. Dabei entsteht ein leichter Unterdruck, und warme Außenluft strömt durch Fenster- und Türritzen nach. Ein Teil der Kühlleistung geht so wieder verloren. Zweischlauchgeräte saugen die Luft für die Kühlung von außen an und vermeiden diesen Effekt weitgehend.
Bei der Split-Klimaanlage sitzen Kompressor und Verflüssiger in einem Außengerät. Innen hängt nur das Wandgerät, das kalte Luft ausbläst. Dazu kommt die Inverter-Technik: Der Kompressor regelt seine Drehzahl herunter, statt ständig ein- und auszuschalten. Der Nachteil sind die Kosten. Für die Installation brauchst du in der Regel einen Fachbetrieb, in einer Mietwohnung außerdem die Zustimmung des Vermieters.
Was EER und SEER auf dem Label bedeuten
Auf dem EU-Energielabel mobiler Geräte steht der EER. Er gibt an, wie viel Kühlleistung das Gerät pro Kilowatt Strom bei voller Last liefert. Ein EER von 2,6 bedeutet: Aus 1 kW Strom werden 2,6 kW Kühlleistung. Viele Monoblockgeräte liegen zwischen 2,6 und 3,1, das entspricht Klasse A. Split-Geräte werden mit dem SEER bewertet, der auch den Teillastbetrieb über eine ganze Saison berücksichtigt. Gute Geräte erreichen 6 und mehr, ab 8,5 gibt es die Klasse A+++. Beide Werte sind nicht direkt vergleichbar, zeigen aber die Größenordnung.
Split-Geräte können auch heizen
Viele Split-Klimaanlagen arbeiten im Winter als Luft-Luft-Wärmepumpe. Auf dem Label steht dafür der SCOP, bei guten Geräten 4 bis 5, im Alltag meist etwas weniger. Selbst bei einem Wert von 3 kostet eine kWh Wärme nur rund 11 Cent statt 32 Cent mit einem Heizlüfter. In der Übergangszeit oder für einzelne Räume kann das die Zentralheizung sinnvoll ergänzen.