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Stromverbrauch NAS und Homeserver

Ein NAS oder Homeserver läuft meist rund um die Uhr, deshalb zählt jedes Watt: Ein Gerät mit 30 W braucht gut 260 kWh oder rund 84 € im Jahr. Hier rechnest du die Kosten für deinen Server aus.

Aktualisiert am , mit 3 Quellen

30 Wtypische Leistung
263 kWhtypischer Jahresverbrauch
84 €pro Jahr bei 0,32 €/kWh

Verbrauchsdaten

optional
W
h

Strompreis

€

Das Wichtigste in Kürze

  • NAS / Homeserver: Der typische Jahresverbrauch liegt zwischen 40 und 600 kWh, das sind 13 € bis 192 € pro Jahr bei 0,32 € pro kWh (Stand Oktober 2026).
  • NAS / Homeserver bei durchschnittlicher Nutzung (24 Stunden an 7 Tagen pro Woche): rund 263 kWh und 84 € Stromkosten pro Jahr.
  • Aktiviere den Ruhezustand der Festplatten nach 10 bis 30 Minuten ohne Zugriff.

Verbrauch im Vergleich

VariantekWh/JahrKosten/Jahr
Raspberry Pi mit SSD (ca. 5 W)4414 €
2-Bay-NAS, Festplatten 16 Stunden am Tag im Ruhezustand15 W im Betrieb, 5 W mit schlafenden Festplatten7323 €
Mini-PC als Homeserver (ca. 10 W)8828 €
2-Bay-NAS, Festplatten laufen durch (ca. 15 W)13142 €
4-Bay-NAS, Festplatten laufen durch (ca. 35 W)30798 €
Alter Desktop-PC als Server (ca. 60 W)526168 €

Kosten bei 0,32 € pro kWh, gerundet.

So sparst du Strom

  • Aktiviere den Ruhezustand der Festplatten nach 10 bis 30 Minuten ohne Zugriff.
  • Nutze einen Zeitplan, der das NAS ausschaltet, wenn niemand darauf zugreift, etwa nachts. Per Wake-on-LAN startet es bei Bedarf.
  • Setze lieber auf wenige große Festplatten als auf viele kleine. Jede zusätzliche 3,5-Zoll-Platte kostet im Leerlauf einige Watt.
  • Bündle Dienste auf einem Gerät, statt mehrere Rechner parallel laufen zu lassen.
  • Ersetze einen alten Desktop-PC als Server durch einen Mini-PC oder ein NAS. 50 W weniger sparen rund 140 € im Jahr.
  • Miss den Verbrauch über einige Tage mit einem Energiekosten-Messgerät. Entscheidend ist der Durchschnitt, nicht die Spitze beim Start.

Wie viel Strom verbraucht ein NAS oder Homeserver?

Ein Server im Haushalt arbeitet selten unter Last, läuft dafür aber 8.760 Stunden im Jahr. Deshalb zählt vor allem der Verbrauch im Leerlauf. Die Spanne ist groß: Ein Raspberry Pi kommt mit wenigen Watt aus, ein ausgedienter Desktop-PC als Server zieht oft 40 bis 80 W. Ein Gerät mit 30 W braucht im Jahr gut 260 kWh, bei 0,32 € pro kWh also rund 84 €. Als Faustregel gilt: Jedes Watt Dauerlast kostet rund 8,8 kWh oder 2,80 € im Jahr.

Der Leerlauf entscheidet

Gerät Leistung im Leerlauf Kosten pro Jahr im Dauerbetrieb
Raspberry Pi mit SSD 3 bis 6 W 8 bis 17 €
Mini-PC 6 bis 15 W 17 bis 42 €
2-Bay-NAS mit Festplatten 12 bis 20 W 34 bis 56 €
4-Bay-NAS mit Festplatten 25 bis 45 W 70 bis 126 €
Alter Desktop-PC 40 bis 80 W 112 bis 224 €
Gebrauchter Rack-Server ab 100 W ab 280 €

Bei vielen NAS-Systemen sind die Festplatten der größte Posten. Eine 3,5-Zoll-Festplatte braucht im Leerlauf etwa 3 bis 6 W, eine SSD oft unter 1 W. Wer viele kleine Platten durch wenige große ersetzt, senkt den Grundverbrauch. Bei selbst gebauten Servern kommt es außerdem auf ein Netzteil an, das auch bei geringer Last effizient arbeitet. Große Netzteile aus alten Gaming-PCs sind dafür schlecht geeignet.

Ruhezustand und Zeitpläne

Bei einem NAS mit Festplatten spart meist der Ruhezustand der Platten am meisten. Ein 2-Bay-NAS sinkt mit schlafenden Platten von etwa 15 auf 5 W. Schlafen die Platten 16 Stunden am Tag, spart das rund 58 kWh oder knapp 19 € im Jahr. Damit die Platten nicht ständig anlaufen, sollten Aufgaben wie Indexierung, Backups oder Fotoerkennung zu festen Zeiten laufen. Viele NAS-Systeme können sich außerdem per Zeitplan aus- und wieder einschalten, etwa nachts oder während der Arbeitszeit. Per Wake-on-LAN weckst du sie bei Bedarf auch zwischendurch.

Wann sich ein sparsameres Gerät lohnt

Bei Geräten, die rund um die Uhr laufen, rechnet sich ein sparsamerer Ersatz besonders schnell. Ersetzt ein Mini-PC mit 10 W einen alten Desktop-PC mit 60 W, sinkt der Verbrauch um rund 438 kWh im Jahr. Das sind bei 0,32 € pro kWh etwa 140 €. Ein Mini-PC für 200 bis 300 € hat sich damit nach anderthalb bis gut zwei Jahren bezahlt gemacht. Die Rechnung für dein Gerät machst du mit dem Gerätetausch-Rechner. Den Router als zweiten Dauerläufer im Netzwerk findest du unter Stromverbrauch Router.

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Häufige Fragen

Wie viel Strom verbraucht ein NAS?

Ein NAS mit zwei Festplatten braucht im Betrieb meist 12 bis 20 W, mit schlafenden Platten etwa 5 W. Läuft es rund um die Uhr mit 15 W, sind das gut 131 kWh oder rund 42 € im Jahr bei 0,32 € pro kWh. Geräte mit vier und mehr Festplatten liegen bei 25 W und darüber.

Was kostet ein Raspberry Pi im Dauerbetrieb?

Im Serverbetrieb braucht ein Raspberry Pi meist 3 bis 6 W. Mit 5 W rund um die Uhr kommst du auf knapp 44 kWh im Jahr, das sind bei 0,32 € pro kWh rund 14 €. Eine angeschlossene externe Festplatte kommt mit einigen Watt dazu.

Lohnt sich der Ruhezustand für Festplatten?

Ja, wenn das NAS viele Stunden am Tag nicht genutzt wird. Ein 2-Bay-NAS sinkt mit schlafenden Platten von etwa 15 auf 5 W. Schlafen die Platten 16 Stunden am Tag, spart das rund 58 kWh oder knapp 19 € im Jahr. Zu häufiges Anlaufen belastet die Platten, eine Wartezeit von 10 bis 30 Minuten ist üblich.

Ist ein alter PC als Homeserver sinnvoll?

Für die Stromrechnung meist nicht. Ein älterer Desktop-PC zieht im Leerlauf oft 40 bis 80 W, ein Mini-PC 6 bis 15 W. Bei 50 W Unterschied kostet der alte Rechner im Dauerbetrieb rund 140 € mehr im Jahr. Ein sparsames Gerät hat sich so oft nach ein bis zwei Jahren bezahlt gemacht.

Quellen

  1. BDEW-Strompreisanalyse August 2026Ø Haushaltsstrompreis 37,0 ct/kWh und Preisbestandteile. Stand 08/2026.
  2. Verivox StrompreisindexNeukundenpreise und Grundversorgung. Stand 15.10.2026.
  3. Umweltbundesamt: CO₂-Emissionen pro Kilowattstunde Strom 2025Strommix 344 g CO₂/kWh. Stand 03/2026.

Alle Standardwerte mit Erhebungsdatum stehen auf Strom in Zahlen 2026, die Rechenwege unter Methodik.

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stromkosten.online: Stromverbrauch NAS und Homeserver. Stand Oktober 2026. https://stromkosten.online/geraete/nas-homeserver/ (abgerufen am 15.10.2026)

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Standardwerte Stand Oktober 2026. Alle Werte sind Schätzungen und ohne Gewähr. Methodik & Quellen