Wie viel Strom verbraucht eine Heizungspumpe?
Die Umwälzpumpe drückt das Heizwasser vom Kessel zu den Heizkörpern. Ältere, ungeregelte Pumpen laufen dabei mit fester Drehzahl und ziehen 60 bis 80 Watt, egal ob die Heizkörper gerade Wärme brauchen oder nicht. Eine Heizperiode von acht Monaten hat rund 5.800 Stunden. Bei 70 Watt kommen so rund 410 kWh zusammen, bei 0,32 € pro kWh etwa 130 €. Damit gehört eine alte Pumpe zu den größten Stromverbrauchern im Haus, obwohl man sie kaum bemerkt.
Läuft die Pumpe auch im Sommer, weil die Regelung keinen Sommerbetrieb kennt oder er nicht aktiv ist, steigt der Verbrauch auf gut 610 kWh. Im Rechner stellst du die Betriebsmonate im erweiterten Modus ein.
Hocheffizienzpumpe: 5 bis 10 Watt statt 70
Moderne Hocheffizienzpumpen haben einen elektronisch geregelten Motor und passen ihre Leistung laufend an den Bedarf an. Schließen die Thermostatventile, weil die Räume warm sind, regelt die Pumpe herunter. In einem Einfamilienhaus braucht sie meist nur 5 bis 10 Watt. Seit August 2015 müssen neu verkaufte Umwälzpumpen einen Energieeffizienzindex (EEI) von höchstens 0,23 einhalten. Ungeregelte Pumpen erreichen diesen Wert nicht.
| Pumpe | Leistung | Verbrauch in 8 Monaten | Kosten pro Jahr |
|---|---|---|---|
| Alt, ungeregelt | 70 W | rund 410 kWh | rund 130 € |
| Hocheffizienzpumpe | 7 W | rund 41 kWh | rund 13 € |
Der Tausch spart also rund 370 kWh oder 118 € pro Jahr. Mit Einbau kostet eine neue Pumpe meist 300 bis 500 €. Bei 400 € hat sie sich nach knapp dreieinhalb Jahren bezahlt gemacht. Steckt die Pumpe in einer Gastherme, lässt sie sich nicht immer einzeln tauschen. Das klärt der Heizungsbauer am besten bei der nächsten Wartung.
Hydraulischer Abgleich für gleichmäßig warme Räume
Viele alte Pumpen stehen auf der höchsten Stufe, weil sonst einzelne Heizkörper nicht warm werden. Die Ursache ist oft ein fehlender hydraulischer Abgleich. Das Heizwasser nimmt den Weg des geringsten Widerstands, und entfernte Heizkörper bekommen zu wenig ab. Beim Abgleich stellt der Heizungsbauer an jedem Heizkörper die passende Durchflussmenge ein. Danach reicht meist eine kleinere Pumpenleistung, und oft lässt sich auch die Vorlauftemperatur senken. Das spart vor allem Gas oder Öl. Prüfe vor dem Auftrag, ob es für Pumpentausch und Abgleich gerade einen Zuschuss gibt, etwa über die BAFA-Förderung zur Heizungsoptimierung.
Die Zirkulationspumpe nicht vergessen
In vielen Häusern läuft eine zweite Pumpe: die Zirkulationspumpe, die warmes Wasser durch die Leitungen bewegt, damit es am Hahn schnell warm ankommt. Ältere Modelle brauchen etwa 25 Watt und laufen oft rund um die Uhr, das sind rund 220 kWh oder 70 € im Jahr. Eine neue Pumpe mit wenigen Watt und Zeitschaltung kommt mit einem Bruchteil davon aus.