Wie viel Strom verbraucht ein Ventilator?
Ventilatoren gehören zu den sparsamsten Geräten im Sommer. Ein Tischventilator braucht etwa 20 bis 35 Watt, Stand- und Turmventilatoren 30 bis 60 Watt. Läuft ein Gerät mit 40 Watt acht Stunden am Tag, sind das 0,32 kWh oder rund 10 Cent bei 0,32 € pro kWh. Über drei Sommermonate kommen etwa 29 kWh zusammen, also gut 9 €. Weil der Ventilator nur im Sommer läuft, stellst du im erweiterten Modus die Betriebsmonate ein.
Warum ein Ventilator kühlt, ohne die Luft zu kühlen
Ein Ventilator senkt die Raumtemperatur nicht. Er bewegt die Luft, und der Luftzug lässt Schweiß auf der Haut schneller verdunsten. Das fühlt sich um einige Grad kühler an. Der Motor gibt sogar etwas Wärme an den Raum ab. Deshalb bringt ein Ventilator in einem leeren Raum nichts, und du kannst ihn ausschalten, sobald du gehst.
Am besten wirkt er zusammen mit richtigem Lüften. Tagsüber hältst du Fenster und Rollos geschlossen, nachts und früh morgens lässt du kühle Luft herein. Steht der Ventilator dabei im offenen Fenster oder sorgt er für Durchzug, kühlt die Wohnung schneller ab.
AC- oder DC-Motor: Darauf kommt es beim Kauf an
Viele neuere Ventilatoren haben einen DC-Motor, also einen Gleichstrommotor mit Elektronik. Er lässt sich in vielen Stufen regeln, läuft leiser und braucht vor allem auf niedriger Stufe deutlich weniger Strom als ein klassischer AC-Motor. Bei Deckenventilatoren, die oft viele Stunden am Tag laufen, macht das über einen Sommer einige Euro aus. 40 Watt weniger bei acht Stunden täglich sparen in drei Monaten rund 29 kWh oder gut 9 €.
Geräte mit Fernbedienung ziehen auch ausgeschaltet etwas Strom, bei neuen Geräten meist unter 1 Watt. Über ein ganzes Jahr sind das nur wenige kWh. Ziehst du nach dem Sommer den Stecker, fällt auch das weg.
Ventilator und Klimaanlage im Vergleich
Ein mobiles Klimagerät zieht rund 1.000 Watt, also etwa 25-mal so viel wie ein Standventilator. Eine Stunde Klimagerät kostet so viel wie rund 25 Stunden Ventilator. Bei moderater Hitze reicht ein Ventilator oft aus, vor allem zusammen mit Verschattung am Tag und Lüften in der Nacht. Wird es in der Wohnung auch nachts nicht mehr kühler, stößt er an seine Grenzen. Was dann eine Klimaanlage kostet, rechnest du auf ihrer Seite aus.