Wie viel Strom verbraucht ein Geschirrspüler?
Den größten Teil der Energie braucht ein Geschirrspüler, um Wasser aufzuheizen. Pumpe, Trocknung und Elektronik brauchen deutlich weniger. Wie viel ein Spülgang kostet, hängt deshalb vor allem vom Programm und seiner Temperatur ab. Richtwerte für ein 60-cm-Gerät mit voller Beladung:
| Programm | Verbrauch pro Spülgang | Kosten bei 0,32 € pro kWh |
|---|---|---|
| Eco, Neugerät Klasse A | ca. 0,55 kWh | ca. 18 Cent |
| Eco, Neugerät Klasse C | ca. 0,75 kWh | ca. 24 Cent |
| Automatik | 0,8 bis 1,3 kWh | 26 bis 42 Cent |
| Intensiv (ca. 70 °C) | 1,2 bis 1,5 kWh | 38 bis 48 Cent |
Bei vier Spülgängen pro Woche macht die Programmwahl schnell 100 kWh im Jahr aus: Fast nur Eco ergibt rund 150 kWh, meist Automatik oder Intensiv rund 255 kWh. Der Unterschied kostet gut 30 € im Jahr. Den Eco-Wert deines Geräts findest du auf dem Energielabel, dort steht der Verbrauch für 100 Spülgänge. Teilst du ihn durch 100, kannst du ihn im erweiterten Modus unter „Pro Nutzung“ eintragen.
Warum das Eco-Programm trotz langer Laufzeit spart
Das Eco-Programm läuft oft drei Stunden und länger und ist trotzdem fast immer das sparsamste. Es spült mit niedrigerer Temperatur und gleicht das mit längerer Einwirkzeit aus. Wasser aufzuheizen kostet viel Energie, eine Umwälzpumpe länger laufen zu lassen dagegen wenig. Kurzprogramme müssen dieselbe Reinigung in weniger Zeit schaffen und spülen dafür heißer. Sie sparen Zeit, aber meist keinen Strom. Automatikprogramme messen die Verschmutzung und passen Temperatur und Wassermenge an. Bei normal verschmutztem Geschirr liegen sie trotzdem oft über dem Eco-Wert. Auch die Option für halbe Beladung spart weniger, als der Name verspricht: Pro Teller gerechnet ist eine volle Maschine fast immer günstiger.
Warmwasseranschluss und Startzeit
Viele Geschirrspüler dürfen laut Hersteller an warmes Wasser bis 60 °C angeschlossen werden. Das spart Strom, wenn das Warmwasser günstiger entsteht, etwa mit Solarthermie, Wärmepumpe oder Gasheizung, und die Leitung zur Küche kurz ist. Bei langen Leitungen kommt oft nur abgekühltes Wasser an. Erwärmt ein elektrischer Durchlauferhitzer oder Boiler das Wasser, sparst du nichts: Der Strom fällt dann nur an anderer Stelle an.
Zwischen den Spülgängen zieht ein aktuelles Gerät im Standby meist nur rund 0,5 Watt, das sind gut 4 kWh oder 1,40 € im Jahr. Mit einer Solaranlage oder einem dynamischen Stromtarif lohnt sich die Startzeitvorwahl. Starte die Maschine dann mittags bei Sonnenschein oder in den Stunden mit niedrigen Börsenpreisen. Wann das ist, zeigt der Börsenstrompreis. Wie solche Tarife funktionieren, erklärt der Ratgeber zum dynamischen Stromtarif.