Wie viel Strom verbraucht eine Heißluftfritteuse?
Heißluftfritteusen haben meist 1.400 bis 2.000 Watt, große Modelle mit zwei Körben auch mehr. Die volle Leistung ziehen sie nur, bis die eingestellte Temperatur erreicht ist. Danach schaltet das Thermostat die Heizung immer wieder kurz ab. Für 20 Minuten bei 180 bis 200 °C kommen so rund 0,3 bis 0,5 kWh zusammen. Bei 0,32 € pro kWh kostet eine Portion Pommes also 10 bis 16 Cent. Wer viermal pro Woche 20 Minuten frittiert, braucht gut 80 kWh im Jahr.
Heißluftfritteuse oder Backofen?
Der Vorteil der Heißluftfritteuse liegt in ihrer Größe. Ihr Garraum fasst nur wenige Liter und ist in zwei bis drei Minuten heiß. Ein Backofen muss dagegen rund 70 Liter Garraum und viel Metall aufheizen, bevor er überhaupt gart. Für eine Portion Pommes, Gemüse oder ein paar Hähnchenteile braucht die Heißluftfritteuse deshalb oft nur rund die Hälfte des Stroms. Bei vier Portionen pro Woche spart sie gegenüber dem Backofen etwa so viel, wie sie selbst verbraucht: gut 80 kWh oder rund 27 € im Jahr.
Der Vorteil schrumpft, wenn die Menge wächst. Passt das Essen nicht in einen Korb, garst du in mehreren Durchgängen, und jeder kostet wieder Strom. Für ein volles Blech, eine Lasagne oder einen Braten ist der Backofen die bessere Wahl. Läuft er ohnehin, lohnt es sich, mehrere Gerichte nacheinander zu backen.
Die passende Größe
Für ein bis zwei Personen reicht meist ein Korb mit 3 bis 4 Litern. Große Modelle mit zwei Körben oder in Ofenform lohnen sich für Familien, weil sie mehrere Komponenten gleichzeitig garen und alles zur selben Zeit fertig wird. Läuft dagegen ein großes Gerät für eine einzelne Portion, heizt es mehr Luft und Metall auf als nötig. Bei Geräten mit zwei Körben gilt deshalb: Schalte nur den Korb ein, den du wirklich brauchst.
Lohnt sich ein Airfryer zum Stromsparen?
Die Anschaffung rechnet sich nur, wenn die Heißluftfritteuse tatsächlich Mahlzeiten aus dem Backofen ersetzt. Ersetzt sie drei Ofengänge pro Woche und spart dabei jeweils etwa 0,4 kWh, sind das rund 60 kWh oder 20 € im Jahr. Ein Gerät für 100 € hat sich dann nach etwa fünf Jahren bezahlt gemacht. Nutzt du sie dagegen zusätzlich, etwa für Snacks, die du sonst nicht zubereitet hättest, steigt dein Verbrauch. Über „Mit anderem Gerät vergleichen“ rechnest du im Rechner beide Geräte mit deinen eigenen Zeiten durch.