Wo sich am meisten sparen lässt
Alle Werte auf dieser Seite sind Schätzungen bei 0,32 € pro kWh. Die Annahmen stehen jeweils dabei, damit du sie auf deinen Haushalt übertragen kannst. Die größten Hebel:
| Maßnahme | Ersparnis pro Jahr |
|---|---|
| Aus der Grundversorgung in einen günstigeren Tarif wechseln (3.000 kWh) | rund 270 € |
| Kondenstrockner durch Wärmepumpentrockner ersetzen | rund 150 € |
| Heizdecke statt Heizlüfter am Abend | rund 145 € |
| Alte Heizungspumpe tauschen | rund 118 € |
| Alten Kühlschrank ersetzen | rund 74 € |
| Sparduschkopf am Durchlauferhitzer, pro Person | rund 58 € |
Was in deinem Haushalt den meisten Strom zieht, zeigt der Haushaltsrechner.
Küche
- Kühlschrank auf 7 °C stellen. Jedes Grad kälter erhöht den Verbrauch um etwa 6 Prozent. Stellst du von 5 auf 7 °C um, sparst du bei einem Gerät mit 200 kWh im Jahr rund 24 kWh, also knapp 8 €.
- Gefriergerät auf −18 °C einstellen und abtauen. Kälter bringt für die Lebensmittel nichts. Eine Eisschicht isoliert und lässt den Kompressor länger laufen.
- Alte Kühlgeräte ersetzen. Ein Kühlschrank, der älter als 15 Jahre ist, braucht oft 350 kWh, ein neuer rund 120 kWh. Das sind rund 74 € im Jahr. Ob sich der Tausch rechnet, zeigt der Gerätetausch-Rechner.
- Nur so viel Wasser kochen, wie du brauchst. Ein Liter im Wasserkocher braucht rund 0,11 kWh. Wer zweimal am Tag einen Liter statt eines halben kocht, verschenkt rund 40 kWh oder 13 € im Jahr.
- Mit Deckel kochen und Restwärme nutzen. Ein Herd braucht im Schnitt rund 260 kWh im Jahr. Schon 10 Prozent weniger bringen gut 8 €. Schalte Kochfeld und Backofen ein paar Minuten vor Ende ab.
- Umluft nutzen und aufs Vorheizen verzichten. Mit Umluft reicht meist eine um etwa 20 Grad niedrigere Temperatur. Bei rund 100 kWh Backofenverbrauch im Jahr bringt das geschätzt 3 bis 5 €.
- Reste in der Mikrowelle aufwärmen. Gegenüber dem Backofen spart das pro Mal etwa 0,4 kWh. Bei zweimal pro Woche sind das rund 13 € im Jahr.
- Geschirrspüler voll beladen und im Eco-Programm laufen lassen. Eco braucht trotz längerer Laufzeit weniger Strom als Automatik- oder Intensivprogramme. Bei geschätzt 0,3 kWh weniger pro Spülgang und 200 Spülgängen sind das rund 19 €. Vorspülen unter warmem Wasser kannst du dir sparen.
- Kaffeevollautomat ausschalten. 2 W Standby rund um die Uhr kosten rund 6 € im Jahr. Stell die automatische Abschaltung auf eine kurze Zeit.
Wäsche
- Mit 30 oder 40 °C waschen. Den meisten Strom braucht die Maschine zum Aufheizen des Wassers. Ein 60-Grad-Waschgang braucht etwa 0,4 kWh mehr als einer mit 40 Grad. Stellst du 100 Waschgänge im Jahr um, sparst du rund 40 kWh oder 13 €.
- Die Trommel voll machen. Ein Waschgang weniger pro Woche spart bei rund 0,8 kWh pro Waschgang gut 40 kWh oder 13 € im Jahr.
- Auf der Leine trocknen. Ein Trockengang kostet im Wärmepumpentrockner rund 1,5 kWh (48 Cent), im Kondenstrockner rund 4,5 kWh (1,44 €). Trocknest du 80 Ladungen im Jahr an der Luft, sparst du rund 38 € bzw. 115 €.
- Hoch schleudern und das Flusensieb reinigen. Je trockener die Wäsche in den Trockner kommt und je freier die Luftwege sind, desto kürzer läuft er.
- Wärmepumpentrockner statt Kondenstrockner. Bei drei Trockengängen pro Woche spart der Wärmepumpentrockner rund 470 kWh oder 150 € im Jahr. Mehr dazu beim Wäschetrockner.
Unterhaltung, Büro und Licht
- Standby mit einer schaltbaren Steckdosenleiste abschalten. Fernseher, Receiver, Soundbar und Konsole ziehen im Standby zusammen schnell 10 W. Bei 20 Stunden am Tag sind das rund 73 kWh oder 23 €. Deine Werte rechnet der Standby-Rechner aus.
- Den Schnellstart der Konsole abschalten. Zieht eine Konsole im Ruhemodus zum Beispiel 10 W statt 1 W, kostet das bei 22 Stunden am Tag rund 72 kWh oder 23 € im Jahr.
- Den Energiesparmodus am Fernseher einschalten. Senkt er die Leistung eines 100-W-Geräts um ein Fünftel, spart das bei vier Stunden am Tag rund 29 kWh oder 9 € im Jahr.
- Im Homeoffice den Laptop nutzen. Ein Laptop mit 40 W statt eines Desktop-PCs mit 80 W spart bei acht Stunden an fünf Tagen rund 83 kWh oder 27 € im Jahr.
- Den Homeserver schlafen lassen. Ein NAS mit 30 W im Dauerbetrieb kostet rund 84 € im Jahr. Schläft es zwölf Stunden am Tag mit 5 W, sparst du rund 35 €.
- LED statt Halogen. Tauschst du eine 42-W-Halogenlampe gegen eine 6-W-LED, sparst du bei drei Stunden Licht am Tag rund 39 kWh oder 13 € pro Lampe und Jahr.
Heizen und Warmwasser
- Sparduschkopf am Durchlauferhitzer. Eine fünfminütige Dusche braucht rund 1,5 kWh. Senkt ein Sparduschkopf die Wassermenge um ein Drittel, spart eine Person bei täglichem Duschen rund 180 kWh oder knapp 60 € im Jahr. Mehr dazu beim Durchlauferhitzer.
- Eine Minute kürzer duschen. Das spart rund 0,3 kWh pro Dusche, bei täglichem Duschen 110 kWh oder 35 € pro Person und Jahr.
- Das Untertischgerät nur bei Bedarf einschalten. Ein 5-Liter-Kleinspeicher hält sein Wasser ständig warm und verliert dabei rund 10 W. Ist er 20 Stunden am Tag aus, sparst du rund 73 kWh oder 23 €.
- Die alte Heizungspumpe tauschen. Eine ungeregelte Pumpe mit 70 W gegen eine Hocheffizienzpumpe mit 7 W spart bei acht Monaten Heizzeit rund 370 kWh oder 118 € im Jahr. Details bei der Heizungspumpe.
- Heizdecke statt Heizlüfter. Ein Heizlüfter mit 2.000 W kostet pro Stunde 64 Cent, eine Heizdecke mit 100 W rund 3 Cent. Bei zwei Stunden am Abend über vier Monate sind das rund 145 € Unterschied.
- Die Wärmepumpe richtig einstellen. Lass die Heizkurve so einstellen, dass die Vorlauftemperatur gerade ausreicht. Je niedriger sie ist, desto effizienter arbeitet die Anlage. Mehr im Ratgeber Wärmepumpe.
Tarif und Abrechnung
- Raus aus der Grundversorgung. Dort zahlst du im Schnitt rund 40 Cent pro kWh, Neukundentarife liegen im Schnitt bei rund 31 Cent inklusive Grundpreis und Boni. Bei 3.000 kWh sind das rund 270 € im Jahr. Was bei deinem Verbrauch günstiger ist, zeigt der Tarifvergleich.
- Nach dem ersten Vertragsjahr neu vergleichen. Neukundenboni gelten meist nur im ersten Jahr. Ohne Bonus wird derselbe Tarif im zweiten Jahr teurer.
- Den Abschlag prüfen. Rechne mit zwei Zählerständen hoch, ob dein Abschlag passt. So vermeidest du hohe Nachzahlungen, siehe Abschlagsrechner.
- Netzentgelte nach § 14a senken. Für Wärmepumpen und Wallboxen über 4,2 kW gibt es reduzierte Netzentgelte. Mit Modul 1 sind das pauschal etwa 110 bis 190 €, im Schnitt 145 € im Jahr. Wer E-Auto oder Wärmepumpe flexibel betreibt, kann zusätzlich mit einem dynamischen Stromtarif sparen.